Haben Sie Ihre Katze schon einmal dabei ertappt, wie sie ein seltsames Ritual durchführte, bei dem sie begann, Sie mit ihren Pfoten zu kneten, als würde sie Teig für Omas Kuchen kneten?
Man fragt sich: „Träumt er wirklich von einer Karriere als Bäcker?“ So lustig es auch klingen mag, hinter dieser Geste verbergen sich geheime Katzenbotschaften, die die Wissenschaft nun entschlüsseln kann.
Alles beginnt in der Kindheit. Stellen Sie sich ein kleines Kätzchen vor, das sich an seine Mutterkatze schmiegt und seine Pfoten rhythmisch auf ihren Bauch drückt und so den Milchfluss anregt.

Dieser „Milchschritt“ ist nicht nur ein Reflex, sondern eine Möglichkeit, sich verbunden und sicher zu fühlen.
Wenn Katzen älter werden, behalten sie diese Geste auch im Erwachsenenalter bei, als ob sie in die unbeschwerten Tage zurückkehren würden.
Aber nicht alles ist so unschuldig. Katzen sind geborene Strategen. Ihre Pfoten enthalten mikroskopisch kleine Drüsen, die Pheromone absondern.
Jeder Klick ist eine Markierung: „Vaska war hier.“
So markieren sie „ihr Eigentum“: Ihr Kissen, Ihre Decke oder sogar Sie. Für sie ist es, als würden sie eine Unterschrift auf einem Gemälde hinterlassen – ein Akt der Eigentumsübertragung. „Mein Mensch, mein Revier“, verkündet Ihre Katze der Welt und verwandelt das Sofa in eine Arena für ihre geheimen Kriege.
Es ist auch eine Frage des Überlebens. Die Vorfahren der Hauskatzen zertrampelten das Gras und bauten gemütliche Nester zum Schlafen oder zum Schutz der Kätzchen.
Der Instinkt sagt: „Machen Sie den Ort weich und sicher.“ Ihre Decke ist aus Sicht der Katze lediglich ein modernes Analogon zum Steppengras.
Doch manchmal verbirgt sich hinter dem harmlosen Stampfen Angst. Wenn Ihr Haustier Oberflächen häufiger als gewöhnlich knetet, als ob es Dampf ablassen möchte, kann es unter Stress oder sogar Schmerzen leiden.
Tierärzte warnen: Plötzliche Verhaltensänderungen sind ein Grund, den Gesundheitszustand Ihres Haustieres überprüfen zu lassen.
Natürlich gibt es auch eine romantische Variante. Schnurren, Stirnstoßen und sanftes Nasestupsen während einer „Massage“-Sitzung ist eine Art zu sagen: „Du bist mein Mensch.“
Aber lassen Sie sich nicht vorschnell berühren. Zoopsychologen erinnern uns: Katzen sind Meister der Manipulation. Wenn das Ritual immer mit dem Geräusch des Füllens einer Schüssel endet, trainiert Ihr Haustier lediglich Sie. „Knete deine Pfoten – hol dir Futter“ ist ein konditionierter Reflex, der nicht schlechter funktioniert als Pawlows Glocke.
Was sollen wir tun? Erstens: Schimpfen Sie nicht mit Ihrem Haustier. Damit die Decke nicht zu einem Sieb wird, kürzen Sie die Krallen. Zweitens: Bieten Sie eine Alternative an – eine Heizdecke oder ein Bett, das mit Ihrem Duft getränkt ist.
Wenn Ihre Katze darauf besteht, auf Ihrem Schoß zu kuscheln, genießen Sie den Moment: Es ist eine Oxytocin-unterstützte Katzentherapiesitzung. Aber wenn seine Bewegungen zwanghaft werden, denken Sie darüber nach. Vielleicht möchte er etwas sagen, was durch Miauen nicht ausgedrückt werden kann?